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Ökologischer Gewässerschutz und naturnahes Lernen

Weltwassertag 2016
Süßwasser ist eine knappe Ressource. Grund genug, anlässlich des Weltwassertages 2016 die Revision der Düngemittelverordnung zu fordern und neue Ausstellungen in Güstrow und Schwerin zu erkunden.
Boddenlandschaft Mecklenburg-Vorpommerns

Immer noch gelangt zu viel Düngemittel ins Grundwasser und in die Meere. Darauf weist der BIO-Spizenverband Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) am heutigen Weltwassertag hin: Kapp ein Drittel der deutschen Grundwasserkörper sei mit zu viel Nitrat belastet. Die Ökosysteme der Meere kollabierten weltweit, vor allem wegen der ungebremster Überdüngung aus der Landwirtschaft. Das betrifft auch das Meer direkt vor unserer Haustür, die Ostsee.


Die ökologische Landwirtschaft bringe hingegen auch für den Gewässerschutz viele Nutzen: Bio-Bauern würden keine leicht löslichen Stickstoffdünger verwenden und weniger Tiere pro Flächen halten, so dass aus ökologisch bewirtschafteten Flächen keine schädlichen Mengen an Nährstoffen ins Grund- und Oberflächenwasser gelangten. Und da Bio-Bauern ihre Pflanzen auf biologische Art und Weise schützen und keine umstrittenene Unkrautvernichter wie Glyphosat einsetzen, gelangen von Bio-Höfen keine chemisch-synthetischen Pestizide ins Wasser.


Der BÖLW fordert in dem Zusammenhang von der Bundesregierung, mit Hilfe der Düngemittelverordnung dort anzusetzen, wo die Probleme entstehen, etwa bei großen Tierbeständen oder bei dem noch nicht in der Verordnung berücksichtigen leicht löslichen Stickstoffdünger.

 

Im Wildpark Güstrow hat Landwirtschaftsminister Till Backhaus unterdessen den „Gläsernen Bachlauf“ eröffnet. Er soll den großen und kleine Besuchern zeigen, wie heimische Fische leben. Als Teil der ‚Erlebniswelt Fluss‘ des Wildparks leistet der „Gläserne Bachlauf“ einen Beitrag zur Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie in Mecklenburg-Vorpommern, so das Landwirtschaftsministerium. Die kind- und jugendgerechte Wissensvermittlung über Fließgewässer als wertvollen Lebensraum trage zum Schutz und der Erhaltung der Ressource Wasser bei.

Auch in Schwerin gibt es eine neue Ausstellung zum Thema „Wasser – Element des Lebens“. In der Naturschutzstation in Schwerin-Zippendorf geht es vor allem um den Schweriner See: Welche Tiere leben in und auf dem See? Wie ist es um die Wasserqualität bestellt? Neben verschiedenen Vogelpräparaten laden ein Angelspiel und unterschiedliche Experimente zum Ausprobieren und Kennenlernen ein. Die Ausstellung läuft bis Ende April und ist Dienstag bis Samstag von 10-16 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.
 

Autor: 
BIO-MV
Politik
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