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Trend zu mehr Qualität beim Essen

Bundesernährungsministerium veröffentlicht Ernährungsreport 2018
Mehr Regionalität, mehr Qualität, mehr Tierwohl, weniger Lebensmittelverschwendung. Im Prinzip wissen die Deutschen, wie wie sie richtig einkaufen und sich ernähren sollten. Und was sie von der Landwirtschaft verlangen sollten.
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Der Ernährungsreports 2018 "Deutschland, wie es isst“ benennt auf Grundlage einer Befragung durch das Meinungsforschungsinstitut forsa Ernährungsgewohnheiten, -wünsche und -trends in Deutschland. Neben Fragen, wie sich Berufstätige tagsüber ernähren und ob „Ernährungsbildung“ ein Schulfach in allgemeinbildenden Schulen werden solle, gibt der Ernährungsbericht Antworten, welchen Stellenwert Verbraucher dem Thema Tierwohl und Lebensmittelherkunft einräumen.

Regionalität vorn

Gut drei Viertel der Befragten (78 Prozent) legen nach eigener Angabe Wert darauf, dass ein Lebensmittel aus ihrer Region kommt. 41 Prozent orientierten sich an bestimmten Siegeln; in über der Hälfte der Fälle (51 Prozent) gaben die Befragten an, dass sie immer bzw. meistens auf das EU-Biosiegel achteten. Dies ist ein Anstieg von 18 Prozentpunkten gegenüber der Studie von 2015.

Interessant ist zudem, dass 42 Prozent der Befragten angaben, sich via Onlinerecherche über Lebensmittel zu informieren (Klassische Werbung: 39 Prozent), 21 Prozent besuchen Internetforen mit Produktbewertungen und 14 Prozent informieren sich über die sozialen Medien.

Tierwohl auf Platz 1 der Erwartungen an die Landwirtschaft

Noch vor der Qualität der Produkte erwarteten 66 Prozent der Befragten von der Landwirtschaft die Wahrung des Tierwohls. Es folgen die Entlohnung der Mitarbeiter und umweltschonenden Produktionsweisen. Über 90 Prozent wären bereit, einen höheren Preis für Lebensmittel zu bezahlen, wenn die Tiere besser gehalten werden, als es das geltende Recht vorschreibt. Dementsprechend nahm der Anteil derer, denen der günstige Preis des Essens (sehr) wichtig ist, gegenüber 2015 leicht ab.

Sensibilisiert beim Thema Lebensmittelverschwendung

Die Deutschen seien stärker sensibilisiert, dass die Lebensmittelverschwendung immer noch zu groß sei. Diesen Erfolg schreibt sich das BMEL zugute. Ein Großteil der Verbraucherinnen und Verbraucher (86 Prozent) sehen sich selbst in der Verantwortung, Lebensmittelabfälle zu reduzieren. 63 Prozent kaufen bereits bewusster ein. Und mehr als die Hälfte gibt an, Lebensmittelreste besser zu nutzen, um Abfälle zu vermeiden.  

Zur Studie hier lang.

Autor: 
BIO-MV
Forschung
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