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Dienstleister Biene – Fakten für Zahlenmenschen

Die Biene ist in Gefahr, soviel ist klar. Wir brauchen sie für die Bestäubung rund eines Drittels unserer Nutzpflanzen. Das macht sie nicht nur zu einem wichtigen ökologischen, sondern auch ökonomischen Faktor.
Biene beim Bestäuben

Die Bienen brauchen wir für den Honig? Auch. Doch die Honig- und Bienenwachsproduktion erwirtschaftet „nur“  rund 120 Millionen Euro jährlich. Die volkswirtschaftliche Leistung der Biene durch ihre Bestäubungsarbeit in Deutschland liegt hingegen schätzungsweise bei rund 1,6 Milliarden Euro.

Bestäubungsdienstleister Biene

Denn ohne Insektenbestäubung würde beim Obst und Gemüseanbau deutlich weniger verdient werden: die Erlöse würden im Schnitt 41 Prozent geringer ausfallen, allerdings mit großen Abweichungen.

Ohne Bienen weniger Ertrag

Durchschnittlich 65 Prozent mehr Ertrag gibt, wenn die Blüten Äpfeln, Birnen, Kirschen oder Pflaumen durch Insekten bestäubt werden. Bei Gemüse sind es im Schnitt 42 Prozent (sogar 95 Prozent bei Kürbis und Zucchini!). Bei Raps, Sonnenblumen, Soja oder Ackerbohnen sorgt die Bienenbestäubung immerhin noch für eine Viertel mehr Ertrag.
Das, so die Agrarökonominnen und -ökonomen der Universität Hohenheim im Rahmen des BÖLN-Forschungsvorhaben, sollte sich auch in einer fairen Bezahlung der Imker-Dienstleistung niederschlagen.

„Trend“ Imkern?

Interessant ist, dass am untersuchten Standort Baden-Württemberg die Zahle der Imker wieder zunimmt, wobei die Zahl weiblicher Imker wächst und sich neue Imkerinnen und Imker mit ihren Bienenvölker in der Nähe von Städten konzentrieren.


Mehr zum Projekt "Eine ökonomische Analyse des Imkerei-Sektors in Deutschland" unter Organic Eprints.
 

Autor: 
BIO-MV
Forschung
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